| Es gibt ein Fleckchen Erde, wo bereits im 6. Jahrhundert die Geschichte begann, und zwar mit der sorbischen Fischersiedlung Pillnitz. Bevor Ludewicus de Belennewitz als erster Grundherr urkundlich erwähnt wurde, vergingen jedoch noch mehr als 7 Jahrhunderte und es floß reichlich Wasser die Elbe hinunter, bevor sich der Schloßpark Pillnitz im heutigen Outfit präsentieren konnte. | ![]() |
| Staatsmänner mit großem Einfluß,
genannt sei hier Christoph von Loss, und große Kurfürsten, für die wohl August der
Starke der prominenteste Vertreter sein dürfte, erwarben das Gelände, führten bauliche
Veränderungen je nach Lust und Laune und auch modebedingt durch und hinterließen der
Nachwelt ein beeindruckendes Ensemble, eine bunte Mischung verschiedener Baustile, die
irgendwie doch zusammen passen und einfach auch gehören. Französische, englische und
chinesische Einflüsse sind noch heute unverkennbar, und sie bilden trotz
unterschiedlichster Zeitepochen ein harmonisches Ganzes. Wasser- und Bergpalais, der Große Schloßgarten und eine königliche Prunkgondel versetzen den Besucher in jene Zeit, als hier noch rauschende Bälle und höfische Festspiele stattfanden. Eine große Bedeutung hatte der Pillnitzer Schloßpark von jeher als Stätte botanischer Seltenheiten. Um das Jahr 1780 kam eine Kamelie nach Pillnitz, die heute als die wohl älteste japanische Kamelie in Europa gilt. Inzwischen hat das Prachtexemplar, das eine dendrologische Kostbarkeit in Europa darstellt, ein Alter von 237 Jahren erreicht. Sie ist 8,5 Meter hoch, und ihr Kronendurchmesser beträgt 12 Meter. Sie erfreut sich eines guten Wachstums und schmückt sich in jedem Frühling mit zahlreichen Blüten. Und weil sie für jedes schützende Glashaus einfach zu groß ist, wurde ein Gewächshaus gebaut, welches mit Beginn der kalten Jahreszeit auf Schienen über sie gezogen wird. Ein computergesteuertes Klimatisierungssystem liefert ihr dabei ständig die ideale Wärme und Feuchtigkeit. |
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Doch auch der zweite Weltkrieg ging an Pillnitz nicht spurlos vorüber. Während des siebten Luftangriffs auf Dresden wurden am 2. März 1945 einige Gebäude und botanische Sehenswürdigkeiten beschädigt beziehungsweise zerstört. Die Narben sind längst verheilt, und das Schloßparkgelände mit seinen unterschiedlichen Bauwerken empfängt den Besucher äußerst attraktiv, auch wenn an einigen Stellen noch reges Baugeschehen herrscht. Schließlich wird Pillnitz in absehbarer Zeit Gästen, die etwas länger hier verweilen möchten, auch Unterkunft bieten. |
| Pillnitz ist gleichzeitig grüne Oase und geschichtsträchtiges Zentrum. Jede Altersgruppe findet hier das Passende. In der Freiluftgaststätte, mit Blick auf die Elbe, hat der fußmüde Wanderer zwischen den Zeiten Gelegenheit zum Ausruhen. Und selbst Besucher, für die Shopping ein Muß ist, kommen in kleinen geschmackvollen Läden voll auf ihre Kosten. Hier können sie sogar original Erzgebirgische Holzkunst in großer Auswahl erwerben. Wer ein Erlebnis zu Wasser wünscht, dem sei die Überfahrt vom jenseitigen Elbufer mit der Fähre beziehungsweise mit einem Raddampfer empfohlen. Wem es die Kunst der Romantik angetan, hat, dem sei noch ein besonderer Tip gegeben. Einen Katzensprung vom Schloßparkgelände entfernt befindet sich das Parkcafé. Hier ist nicht nur bestens für das leibliche Wohl gesorgt, sondern auch für das geistig. Die Wände sind geschmückt mit zahlreichen historischen Fotografien und Dokumenten, die an die Romantik erinnern. Der Besucher findet hier die Handschriften solcher bedeutenden Maler wie C.D. Friedrich und C.G. Carus. |
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Und wer im Sommer nach Pillnitz kommt, der hat Gelegenheit, musikalische Veranstaltungen verschiedenster Genres zu erleben. Da werden klassische Serenaden unter schattigen Bäumen, Kammerkonzerte im Roten Saal und auch fremdländische Klänge auf Zupf- und Schlaginstrumenten in Szene gesetzt. Sie sollten sich unbedingt zu einer Fahrt nach Pillnitz verführen lassen, denn hier können Sie mehrere Epochen sächsischer Geschichte hautnah erleben. |
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| Öffnungszeiten: | |
| Täglich | |
| Anschrift: | |
| Schloß und Park
Pillnitz Fliederhof/Kapellenflügel 01326 Dresden Telefon: (03 51) 2 61 32 60 |
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