| In unmittelbarer Nähe der
Mulde errichteten um 1170 die Reichsministerialen von Schönburg die Glauchauer Burg.
Heute nun steht auf einem Felsvorsprung an der rechten Muldenseite das Schloß
Hinterglauchau, getrennt durch einen verfallenen Graben von Schloß Forderglauchau.
Schloß Hinterglauchau geht, wie viele sächsische Schlösser, in seinen Anfängen auf
eine unregelmäßig bebaute Burganlage des 12. Jahrhunderts zurück. Von 1527 bis 1534
entstand dann das Schloß Forderglauchau. Die beiden nebeneinandergelegenen Bauwerke im
Renaissancestil bilden geschichtlich wie architektonisch eine Merkwürdigkeit, die unter
anderem auf die Spaltung des Schönburger Hauses zurückzuführen ist. Noch heute ranken
sich um die Schlösser am Ufer des Muldenstroms viele Geschichten und Legenden. Und auch museal hat die Schloßanlage so manches zu bieten. Seit 1940 befinden sich im Schloß Hinterglauchau Räume, die Sammelgut verschiedener Epochen beherbergen. Seit 3. Oktober 1991 präsentieren sich Museum und Kunstsammlung nach umfangreicher Sanierung und völliger Umgestaltung aller Ausstellungen im neuen Gewand. Gezeigt werden unter anderem Möbelstücke des 16. bis 19. Jahrhunderts, Malerei, Plastik und Graphik deutscher, französischer, italienischer und niederländischer Meister sowie Glas- und Porzellansammlungen. Außerdem kann sich der Besucher in zwei Kabinettausstellungen mit der Stadt- und Schloßgeschichte und mit Leben und Werk des in Glauchau geborenen Humanisten und Wissenschaftlers Georgius Agricola vertraut machen. Eine besondere Kostbarkeit sind zwei Figuren, welche der Zwickauer Holzschnitzer Peter Breuer für den Altarflügel des Schlosses geschaffen hat. Das Museum zeigt auch regelmäßig Sonderausstellungen zu historischen und kulturgeschichtlichen Themen. Sonderführungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte gehören auch regelmäßig zur Öffentlichkeitsarbeit. |
| Öffnungszeiten: | |
| Dienstag bis Freitag 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr Samstag und Sonntag 14.00 - 17.00 Uhr |
|
| Anschrift: | |
| Schloß Glauchau 08371 Glauchau Telefon: (0 37 63) 29 31 |
| Home | Alle Rechte bei SachsenTip Stand 29.10.00 |