| Kennen Sie die kleinste Stadt Sachsens? Wenn nicht, dann sollten Sie mal einen Besuch in Liebstadt einplanen. Vor Ort erwartet sie ein besonderer Anziehungspunkt, das Schloß Kuckuckstein. Das auf halbem Berge stehende Gemäuer prägt noch heute das Bild der Stadt, die sich am Eingang zum Osterzgebirge befindet. Es gibt Grund zu der Annahme, daß die Burg um 930 unter Heinrich I. als Grenzfeste entstanden ist. Im 13. Jahrhundert gehörte die Anlage den Dohnins. Diese überließen sie im Tausch gegen Weinberge und Äcker dem Stift Meißen. | ![]() |
| Nach der Dohnaschen Fehde im Jahre 1402 wurden die Brüder Günther und Heinrich von Bünau als Lehnherren über Schloß und Stadt eingesetzt. |
![]() |
Im Vergleich mit anderen sächsischen Burgen ist Kuckuckstein zwar eher klein, doch beeindruckend sind die Mauerstärken von 2,50 Meter bis 3,50 Meter in den Kellern und durchschnittlich 1,50 Meter in den verschiedenen Gebäuden. Neben romanischen Grundmauern und Kellergewölben findet der Besucher im Hof und am Turm gotische Elemente in Form von Fenstern und Türgewänden. Dabei ist der Einfluß Arnold von Westfalens (Albrechtsburg Meißen) unverkennbar. Die An- und Umbauten sind neogotisch, sentimentalgotisch und romantisch altdeutsch, geschickt der Gotik angeglichen. |
| Nachdem im Jahre 1931 die Ersteigerung des Schlosses durch Heinsius von Mayenburg für 244.000 RM erfolgte, ging das Schloß 1945 in Volkseigentum über. Es erfuhr verschiedene Nutzungen, bis 1954 in den Mauern ein Heimatmuseum eröffnet wurde. Anfang der sechziger Jahre begann die Restaurierung unter Einbeziehung des Institutes für Denkmalpflege Dresden. Heute zeigt das Museum allerlei Sehenswertes zur Stadt- und Landesgeschichte. Reizvoll ist auch der Aufstieg zum Schloß. |
| Öffnungszeiten: | |
| Dienstag - Sonntag 9.30 - 11.30 und 13.00 - 16.00 Uhr |
|
| Anschrift: | |
| Museum Schloß Kuckuckstein Am Schloßberg 1 01825 Liebstadt Telefon: (035025) 5 02 83 |
| Home | Alle Rechte bei SachsenTip Stand 29.10.00 |