| Vermutlich existierte die Burg Nossen
schon im 10. Jahrhundert, jedoch die erste urkundliche Erwähnung, welche die Ritter von
Nuzzin als Besitzer des Gemäuers ausweist, geht auf 1185 zurück. Danach erwarben
verschiedene Bischöfe die Burg, bis sie schließlich Mitte des 15. Jahrhunderts an das
Kloster verkauft und Abtsitz wurde. Die Reformation in Sachsen führte zur Auflösung des
Klosters, und das Schloß wurde zu kurfürstlichem Besitz. Die nächsten Jahrhunderte
standen ganz im Zeichen verschiedener Neu- und Umbauten. Kriege hinterließen ihre
zerstörerischen Spuren. Die Prominenz des Dresdner Hofes verlor das Interesse am Schloß,
und nur noch die schwer erkrankte Gräfin Cosel, die sich auf dem Weg in die Verbannung
befand, verbrachte auf Schloß Nossen einige Wochen. Und Napoleon hinterließ ebenfalls
keine guten Erinnerungen. Heute nun befinden sich im Schloß eine umfangreiche Büchersammlung des Heimatvereins sowie eine Ausstellung zur Stadtgeschichte. Seit 1993 ist das Schloß gemeinsam mit dem Klosterpark Altzella ein Staatlicher Schloßbetriebe. Eine Stippvisite im Klosterpark Altzella sollte der Besucher in der wärmeren Jahreszeit einplanen, denn hier öffnen sich die Pforten erst ab 1. April. Auch wenn schon jahrelang Restaurierungsarbeiten an verschiedenen Gebäuden und Ruinen im Gange sind, so lohnt sich doch ein Besuch. Vor allem einmal im Jahr erlebt der märchenhaft anmutende Flecken Erde mit seinen verfallenen Mauern und Schatten spendenden riesigen Bäumen ein ganz besonderes Spektakel. Der Mittelsächsische Kultursommer hat das reizvolle Gelände für sich entdeckt. Ein Wochenende lang tummeln sich hier Ritter und fahrendes Volk. Doch auch dann, wenn keine Turbulenz angesagt ist, sind Mausoleum und Stiftskirche, Andreaskapelle und Konversenhaus sowie all die anderen steinernen Zeugen der Geschichte einen Besuch wert. Wer den Park durch die Eingangspforte an der Ostseite betritt, hat die Möglichkeit, sich nach den angebrachten Nummern von 1 bis 23 zu orientieren. Doch auch botanisch ist das Klostergelände eine Fundgrube. Hier blühen seltene Pflanzen mit fremden Namen, die heute kaum noch jemand kennt. Nicht wenige dieser Gewächse haben Jahrhunderte überdauert, und vielleicht blühten sie schon zu Füßen des genialen Malers der Romantik, Caspar David Friedrich, der hier an dem Gemälde "Die Ruine im Walde" arbeitete. |
| Öffnungszeiten: | |
| Schloß Nossen April bis Oktober Dienstag Freitag 10.00 17.00 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertag 10.00 18.00 Uhr November bis März Dienstag Freitag 10.00 16.00 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertag 13.00 17.00 Uhr Klosterpark Altzella |
|
| Anschrift: | |
| Schloß Nossen und
Klosterpark Altzella Am Schloß 3 01683 Nossen Telefon: (03 52 42) 6 87 00 |
| Home | Alle Rechte bei SachsenTip Stand 29.10.00 |