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| Industriemuseum Chemnitz | ||
Stand: 31. März 2007 |
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| "Zukunft braucht Herkunft". Nach
dieser Devise hat sich der Förderverein Industriemuseum Chemnitz e.V., der sich im
Frühjahr 1990 gründete, die Bewahrung von Kulturgut der Industriegeschichte auf seine
Fahnen geschrieben. Schließlich schrieb die Stadt Chemnitz
mit ihrer faszinierenden Industrie des 19. Jahrhunderts ein Stück Weltgeschichte. Und den
Traum von einem Industriemuseum träumen die Chemnitzer schon seit über 170 Jahren. Mit
dem Ende 1989 in der DDR einsetzenden Niedergang der Industrieproduktion begann auch die
Aussonderung und Verschrottung nicht mehr benötigter Maschinen und Anlagen. Zwar handelte
es sich dabei zumeist um veraltete und wenig leistungsfähige Technik, die aber in die
Rubrik "erhaltenswertes Kulturgut" einzustufen war. Hier bot sich nun die
einmalige Chance, innerhalb kurzer Zeit die Exponate für ein Industriemuseum
zusammenzutragen. Verschiedene Medien gaben Unterstützung, um das Projekt in die
Öffentlichkeit zu tragen. Innerhalb weniger Wochen erhielt der Förderverein über 100
Angebote zur Übernahme historischer Maschinen bzw. Hinweise auf deren Standort. Das Industriemuseum Chemnitz wurde 1991 gegründet und mit Exponaten, die sich anfänglich auf einer Ausstellungsfläche von 93 qm präsentierten - im Gegensatz dazu sind es heute fast 900 qm -, im März des Jahres 1992 eröffnet. Derzeit werden in dem historischen Fabrikgebäude an der Annaberger Straße, wo 1875 Carl August Richter aus Harthau seine Gießerei gründete und wo am 15. Juli 1987 um 13:25 der letzte Guß den Ofen verließ, zahlreiche Objekte zur Chemnitzer Industriegeschichte und zur Baumwollspinnerei sowie wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Dazu gehören unter anderem Motoren aus verschiedenen Epochen, Addier- und Subtrahiermaschinen, die in den ehemaligen Astrawerken produziert wurden, eine Dokumentation zu Carl Gottlieb Haubold, dem Vater des Chemnitzer Maschinenbaus, eine 1986 im Zschopauer MZ-Werk produzierte MZ ETZ 250 und vieles andere mehr. Und doch werden hier nur etwa 10 Prozent der gesammelten und überwiegend aus Sachsen stammenden Industriezeitzeugen präsentiert. Das restliche Kulturgut ruht in drei Depos. Grund genug, um über eine Erweiterung des Chemnitzer Industriemuseums nachzudenken. So sind derzeit bereits die Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Harlaß-Gießerei an der Zwickauer Straße im Gange, wo perspektivisch rund 18.000 qm Nutzfläche für weitere der gesammelten Exponate zur Verfügung stehen wird. Damit soll das Spektrum der kulturellen Einrichtungen in der Stadt ergänzt, erweitert und profiliert werden. Ziel ist es dabei unter anderem, das industrielle Erbe des Ballungsgebietes, einer Stadt traditionsreicher technischer Bildung zu erforschen, zu bewahren und den Einwohnern und Gästen der Stadt erlebbar zu veranschaulichen. Die Eröffnung dieses Museums ist übrigens für das Jahr 2002 geplant. |
| Öffnungszeiten: | |
| Montag -
Donnerstag 9.00 - 17.00 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertag 10.00 - 17.00 Uhr |
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| Anschrift: | |
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Sächsisches Industriemuseum
Chemnitz Zwickauer Str. 119 09112 Chemnitz Telefon: (03 71) 36 76 0 Telefax: (03 71) 36 76 141 |
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