| Das im mittelerzgebirgischen Rodungsgebiet
entstandene Dorf wandelte sich schon sehr bald zum Städtchen. Als Mitte des 16.
Jahrhunderts der Bergbau erblühte, kamen zahlreiche Handwerker in die Region. Sie
begannen schon bald Kalkstein und Marmor zu brechen. Das südlich des Ortes liegende
Kalkwerk Lengefeld wurde erstmals 1551 genannt und lieferte seit jener Zeit Baukalk. Die
vier aus den Jahren zwischen 1818 und 1873 stammenden Brennöfen waren bis 1949 in
Betrieb. In den Stollen des Kalkwerkes wurden während des Zweiten Weltkrieges 170
Gemälde der Dresdner Galerie Alter Meister eingelagert, um sie vor der Zerstörung zu
retten. Heute liefert das Kalkwerk weißen Splitt für Terrazzo-Erzeugnisse. Der Besucher
kann sich im Museum über die Arbeits- und Lebensbedingungen der im Kalkwerk
Beschäftigten und über die Ereignisse in den Maitagen des Jahres 1945 informieren. |