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| Hoyerswerda | ||
Stand: 03. Februar 2012 |
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| Hoyerswerda wurde zwar
erstmalig bereits im Jahre 1268 in der Oberlausitzer Teilungsurkunde erwähnt, doch erst
1423 erhielt "Hoeßward" vom Freiherrn von der Duba ein Privilegium über das
Stadtrecht und das Recht der freien Ratswahl. Über den Ursprung des Namens
"Hoyerswerda" gibt es zwar keine nachweislichen Erkenntnisse, doch am
wahrscheinlichsten ist die Version, daß der Name der Stadt auf einen Herrn Hoyer von
Friedeberg zurückgeht, der in alten, aus dem Jahre 1272 stammenden Dokumenten als
Besitzer der Veste (Burg) Hoyerswerda benannt wird. Im Wappen der Stadt sind drei Eichen
zu sehen, die an die Herrschaft eines Freiherrn von der Duba erinnern. Die Legende besagt,
daß 1003 ein böhmischer Jäger namens Howoran seinem Herrn, Herzog Jaromir von Böhmen,
das Leben rettete und als Dank dafür von diesem zum Großjägermeister ernannt und mit
einem Wappen und einem Lehensgut bedacht wurde. Auf diesem gründete Howoran dann das
zukünftige Hoyerswerda. Die Entwicklung Hoyerswerdas von einer unbedeutenden Kleinstadt im Mittelalter zu einer Stadt mit mehr als 70.000 Einwohnern ist eng mit dem industriellen Aufschwung in der Lausitz und unmittelbar mit dem Braunkohlenbergbau und der Energiewirtschaft verknüpft. Obwohl mit der Wende einschneidende Umstrukturierungen in der Braunkohleindustrie erfolgten, gehören die Unternehmen der Kohle- und Energiewirtschaft sowie der Bergbausanierung zu den größten Arbeitgebern in der Region. In Hoyerswerda ist Altes und Neues, Traditionelles und Modernes in besonderer Weise miteinander verbunden, welches das äußere Erscheinungsbild der Stadt prägt und einen ganz besonderen Charme ausstrahlt. Sehenswert sind in der Hoyerswerda Altstadt der Marktplatz mit dem 1449 als dreigeschossigen Renaissancebau errichteten Rathaus, mit dem Sorbenbrunnen und mit der im Jahre 1730 aufgestellten kursächsischen Postmeilensäule. Nicht weit vom Markt entfernt befindet sich das Schloß, in dem auch das Heimatmuseum sein Domizil hat. Unmittelbar neben dem Schloß ist der Zoo der Stadt mit mehr als 1000 Tieren angesiedelt. Des weiteren hat Hoyerswerda noch das Konrad-Zuse-Computermuseum zu bieten und in der näheren Umgebung die Energiefabrik Knappenrode. Auch in punkto Erholung wird der Besucher fündig. Im Ortsteil Bröthen, wo jährlich das traditionelle Dorffest stattfindet, werden die Traditionen der Sorben gepflegt. In der Heimatstube findet der Besucher neben sorbischen Trachten eine große Zahl schriftlicher zeugen aus der Vergangenheit und dörfliches Arbeitsgerät. Auch in punkto Naherholung hat Hoyerswerda so manches zu bieten. Aus ehemaligen Braunkohlenarealen wurden attraktive Erholungsgebiete. Ausgekohlte Tagebaue verwandelten sich in riesige Seen mit kultivierten Uferbereichen. So bevölkern jährlich Tausende Touristen den unmittelbar vor den Toren der Stadt liegenden Knappensee, den Silbersee bei Lohsa und den Senftenberger See. |
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