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| Kamenz | ||
Stand: 30. Oktober 2000 |
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| Bekannt wurde die Stadt
Kamenz, deren Name vom sorbischen Kamjenc abgeleitet ist - das bedeutet soviel wie kleiner
Ort am Stein - vor allem als die Geburtsstadt des Dichters G.E. Lessing. Erstmals erwähnt
wurde der Ort allerdings schon im Jahre 1225 in einer Urkunde des Bischofs von Meißen.
Das Städtchen liegt eingebettet in einer reizvollen Landschaft, inmitten von Heide- und
Teichgebieten und dem Westlausitzer Bergland. Der denkmalpflegerische Wert der
historischen Innenstadt besteht darin, daß der ursprüngliche Stadtgrundriß von 1225 im
Laufe der Jahrhunderte gewahrt wurde. Reste der Stadtbefestigung sind im Bereich der
Hauptkirche an der Mönchsmauer sowie an der östlichen Begrenzung der Innenstadt (Roter
Turm, Pichschuppen) zu besichtigen. Weitere historisch wertvolle Bauten sind beim Bummel
durch die kleine reizvolle Stadt zu entdecken. In der denkmalgeschützten Innenstadt erwarten den Besucher das Rathaus, die Fleischbänke, der Andreasbrunnen, die Hauptkirche St. Marien, die Katechismus- und Klosterkirche sowie der bereits erwähnte Rote Turm und der Pichschuppen. Ein gern besuchtes Ausflugsziel und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt Kamenz, der Hutberg, - dort befindet sich übrigens auch eine Freilichtbühne - zieht besonders in den Monaten Mai und Juni viele Gäste an. Wenn in diesen beiden Monaten zehntausende von Azaleen- und Rhododendrenblüten ihre Pracht entfalten, wird die Erinnerung an den Kamenzer Gärtnermeister Wilhelm Weiße wachgerufen. Er legte die Parkanlage am Hutberg um die Jahrhundertwende an. Dort befindet sich auch der 18 Meter hohe Lessingturm, von dem aus der Besucher einen einmaligen Ausblick in die Umgebung der Stadt genießen kann. Ausflugsziele in der näheren Umgebung sind das Kloster St. Marienstern in Panschwitz Kuckau, die Pfefferkuchenstadt Pulsnitz, das Barockschloß Oberlichtenau, die Wallfahrtskirche Rosenthal und das Schloß Klippstein in Radeberg. Kamenz hat neben dem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Lessinghaus mit Lessing-Museum und Stadtbibliothek auch das Museum der Westlausitz zu bieten. Überhaupt wird hier der Geschichte der Sorben genügend Raum gegeben. So finden im Jahresverlauf zahlreiche Feste statt, die ganz im Zeichen dieses Volksstammes stehen. Dazu gehören im Januar die Vogelhochzeit, die Wallfahrt der katholischen Sorben nach Rosenthal (Pfingstmontag), die Fronleichnam-Prozession mit katholischen Brautjungfern sowie die traditionellen Herbstkonzerte. |
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