| Töpferhandwerks-Tradition
seit mehr als 400 JahrenVon Gnandstein aus sind es nur wenige Kilometer bis nach Kohren-Sahlis, in jene
reizvolle Töpferstadt, in der seit 1548 in der Töpferei Arnold, der ältesten vor Ort,
Töpfe und Schüsseln gemacht werden. Die Bewahrung der Töpfertradition ist deshalb für
das Haus Arnold auch eine Selbstverständlichkeit. Nach wie vor entsteht hier in
Handarbeit ein rustikales Sortiment von Töpfen, Krügen und Geschirr. Außerdem wird
moderne Zierkeramik hergestellt. Sozusagen das Wahrzeichen von Kohren-Sahlis ist der
Töpferbrunnen mit der Töpferfrau an der Spitze, der sich auf dem Marktplatz befindet.
Der Brunnen ist aus Keramik und wurde im Jahre 1928 von Kurt Feuerriegel aus Frohburg
geschaffen. Schließlich ist das Töpferhandwerk, zu dem auch ausführlich das Töpfermuseum informiert, untrennbar mit der Geschichte
von Kohren-Sahlis verbunden. Weiterhin war von 1642-1897 in der Region auch der Blaudruck
beheimatet, der inzwischen wieder Fuß gefaßt hat. So arbeitet seit kurzer Zeit in einer
kleinen Werkstatt, gegenüber der Kohren-Sahliser Kirche, seit kurzer Zeit eine
Textilfirma, die sich dem Hand-Siebdruck verschrieben hat. Hier entstehen Unikate wie
Eier- und Kaffeewärmer, Topflappen und -handschuhe, Halbchürzen und Kartoffelmäuse aus
Jute.
Der Ort Kohren-Sahlis wurde erstmals
im Jahre 974 erwähnt. An jene Zeit erinnern zwei romanische Rundtürme auf dem Burgberg.
Nur einen Katzensprung von der Stadt entfernt befinden sich das ehemalige Herrenhaus in
Sahlis und das Gutshaus in Rüdigsdorf, gelegen inmitten reizvoller Parkanlagen.
Rüdigsdorf beherbergt außerdem eine Orangerie, die mit dem des Malers Moritz von Schwind
geschaffenen Freskenzyklus "Amor und Psyche" geschmückt ist. Dabei handelt es
sich um das einzige Märchen, welches aus der griechischen Antike überliefert wurde. In
den Sommermonaten finden im Schwindpavillon außerdem
regelmäßig Kammerkonzerte statt.
An schönen Sommertagen ist der
Besuch im Lindenvorwerk besonders reizvoll. Der Gondelteich lädt zu einer Partie auf dem
Wasser ein. Auf der Terrasse wird gepflegte Gastronomie geboten, und es ist Gelegenheit
zum Beobachten des zahlreich vorhanden Wassergeflügels. Neben dem Ausflugslokal befindet
sich die "Lindigtmühle". In der Vergangenheit wurde das Flüßchen Maus gestaut
und konnte mit dem so entstandenem Wasserdruck diese Mühle betreiben. Heute ist die
Wassermühle als Museum eingerichtet, und sie wird seit etwa fünf Jahren von dem hier
ansässigen Mühlenverein e.V. betreut. Ein begehrtes Mitbringsel aus dem Kohrener Land
ist das vor Ort gebackene schmackhafte Steinofenbrot. Reitsport und Pferde sind ebenfalls
aus der Landschaft nicht wegzudenken. Sie begegnen dem Besucher als Zugtiere vor Kremsern,
auf der Weide und selbstverständlich gesattelt. Das Kohrener Land - ein Stück
Vergangenheit und ein Stück Zukunft - erwartet seine Gäste. |