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| Pulsnitz - die "Pfefferkuchenstadt" | ||
Stand: 30. Oktober 2000 |
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| Die kleine in einer Senke der Westlausitzer Gebirgskette eingebettete Stadt Pulsnitz ist weithin bekannt als Sachsens "Pfefferkuchenstadt". Seit 1558 wird dieses schmackhafte Gebäck in der Stadt hergestellt. Durch den Pulsnitzer Bäcker und Küchler Tobias Thomas erhielt die hiesige Pfefferküchlerei um 1745 einen bedeutenden Aufschwung. Diese Tradition wird bis heute in den acht Pfefferküchlereien und in einer GmbH der Stadt Pulsnitz erfolgreich fortgeführt. Und das edle Gebäck ist nicht nur zur Weihnachtszeit sondern ganzjährig im Angebot. | ![]() |
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Es wechseln mit den
Jahreszeiten nur die Motive der Figuren: Osterhasen und Zuckertüten werden von
Weihnachtsmännern abgelöst. Früher zählten die Pulsnitzer Küchler zu den
sächsisch-königlichen Hoflieferanten, und selbst das Kloster St. Marienstern in
Panschwitz Kuckau wußte den Pulsnitzer Pfefferkuchen zu schätzen. Doch nicht nur das Pfefferküchlerhandwerk ist in Pulsnitz zu Hause, sondern auch als eines der ältesten Gewerbe der Stadt die Töpferei. Bereits im 14. Jahrhundert wurde dieses Handwerk in Pulsnitz ausgeübt. |
| Ein Meisterstück der
Töpferkunst ist zweifellos der Altar in der Pulsnitzer Nicolaikirche, welcher von der
Innung gestiftet wurde. Heute gibt es in der Stadt noch drei Töpfereien, und jede von
ihnen ist durch ganz spezielle Farben und Dekors einzigartig. Seit vielen Jahrhunderten hat auch die Weberei das Wirtschaftsleben in Pulsnitz mitbestimmt. Dies ist im Innungsstatut von 1597 und im Leinweber-Lehrbrief von 1618 nachgewiesen. Die in der Stadt ansässige Blaudruckwerkstatt bewahrt bis heute eine alte Tradition, die Ende des 17. Jahrhunderts in die Gegend gelangte. |
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| Eine weitere Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Stadt ist der völlig rekonstruierte denkmalgeschützte Marktplatz, der vom alten Rathaus geprägt wird. Vor dem Rathaus steht das Denkmal des Bildhauers Ernst Rietschel, welches im Jahre 1891 von seinem Schüler Gustav Kietz geschaffen wurde. Anziehungsplatz des Platzes ist der achteckige Marktbrunnen aus Sandstein von 1797. | ![]() |
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Er wird geprägt von einer auf alten Vorlagen basierenden neu gegossenen Brunnenschale mit vier wasserspeihenden Schlangenhälsen. Die westlich des Marktplatzes gelegene Stadtkirche St. Nicolai war ursprünglich ein gotischer Bau und fand bereits 1473 erste Erwähnung. Pulsnitz hat natürlich auch ein Stadtmuseum und ein Schloß aufzuweisen. |
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